BV SpV - Betroffenenvertretung Spandauer Vorstadt
home
Aktuell
Termine
Themen
Archiv
BV SpV
Links
sitemap

Links:

Thema "Hackescher Markt":
.../hackeschermarkt.html

Öffentl. Veranstaltung zum Verkehrskonzept Hack. Markt:
.../veranst020930.html

Stellungnahme BV SpV zum Verkehrskonzept Hack. Markt:
.../st-020905hackmarkt.html
.

Archiv:
Kurzprotokoll Veranstaltung: 
Öffentliche Diskussion des Modellversuches zur Verkehrsberuhigung in der Spandauer Vorstadt.
am 30. September 2002 in der Aula der Waldorf-Schule
(ehem. Gesamtschule, Weinmeisterstr. 16)
eine Veranstaltung des Bezirksamtes Mitte, Abt. Stadtentwicklung
durchgeführt von Stadtzentrum e.V.-Verein zur Förderung der Bürgerbeteiligung e.V.
(Protokoll: Berlin, 30.09.2002, M. Curio, Stadtzentrum Berlin e.V.)
.
Begrüßung Knieper, Podium
Stellungnahme Dubrau
Stellungnahme Dieser
Stellungnahme Genow
Kritik & Vorschläge
Zustimmung & Vorschläge
Stellungnahme Heller
Abschluß
Anwesende
Kontakt
Begrüßung, Podium:
   Begrüßung durch den Moderator, Herrn Knieper (Stadtzentrum Berlin e.V.) und Vorstellung des Podiums:

Dorothee Dubrau, Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung

Dr. Hartwig Dieser, Sanierungsbeauftragter (Koordinationsbüro zur Unterstützung der Stadterneuerung in Berlin)

Rumen Genow, Verkehrsplaner TU Berlin

Markus Heller, BV SpV (Sprecher Betroffenenvertretung Spandauer Vorstadt)

.

.
Seitenanfang
Stellungnahme D. Dubrau
   Frau Dubrau schildert die Probleme des Straßenverkehrs im Alt-Bezirk Mitte und insbesondere in der Spandauer Vorstadt. Sie äußert sich in großen Zügen zur Verkehrberuhigung in Mitte, die im Bezirk seit vielen Jahren als ein wichtiges Thema betrachtet wird. Es geht u.a. darum, die Wohnstraßen vom Durchgangsverkehr zu entlasten, mehr Aufenthaltsqualität im Straßenraum sowie Grünzonen zu schaffen, für Fußgänger, insbesondere für Kinder das Straßenqueren zu erleichtern usw.
Sie stellt dar, wie es zu dem Modellversuch zur Verkehrsberuhigung in der Spandauer Vorstadt kam und schildert auch die Probleme bei der Durchsetzung und Durchführung dieses Versuches. Mit dem Modellversuch solle geklärt werden, welche Auswirkungen die Einrichtung einer verkehrsberuhigten Zone bzw. Fußgängerzone am Hackeschen Markt auch auf das gesamte Gebiet der Spandauer Vorstadt hätte.
.
Seitenanfang
Stellungnahme Dr. Dieser
   Herr Dieser erläutert die bisherigen Überlegungen und Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung im Sanierungsgebiet Spandauer Vorstadt und die Entwicklung des Verkehrs in den letzten Jahren. Dabei bezieht er sich u.a. auf die entsprechenden Untersuchungen des Koordinationsbüros und die Bewohnerbefragung 1999/2000, in der die Verkehrsproblematik (auch des ruhenden Verkehrs) primär von den befragten Bewohnern und Gewerbetreibenden benannt wurde.
.
Seitenanfang
Stellungnahme R. Genow
   Herr Genow, der Leiter des Modellversuches zur Verkehrsberuhigung erklärt ausführlich die Ausgangssituation, die verkehrsplanerischen Überlegungen sowie die Methoden des Versuches (Erhebung, Beobachtung, Befragung) und erläutert einige bisherige Zwischenergebnisse und Erkenntnisse. Endgültige Ergebnisse werden erst nach der Auswertung des Versuches im November/Dezember 2002 vorliegen. Nach Vorliegen der Ergebnisse wird es eine weitere Bewohnerversammlung zu diesem Thema geben.
.
Seitenanfang
Kritik und Vorschläge zum Modellversuch von dem anwesenden Publikum:
   In der nachfolgenden Diskussion werden folgende kritische und zustimmende Meinungen zu Modellversuch geäußert:

- Untersuchungsbereich sei zu klein gewesen – weiträumigere Erfassung wäre wünschenswert (betroffener Bewohner aus der Schendelgasse, der von erheblich größerer Verkehrsbelastung betroffen sei)

- der Verkehr sei nicht oft genug beobachtet worden, Beobachter seien ganz selten gesehen worden

- die Methode der Studie wird von einigen Teilnehmern generell in Frage gestellt

- zwei Anwohner beklagen den Lärm der Straßenbahn, der den der Autos und LKW übersteige

- ein Anwohner schildert, dass der Ausweichverkehr (Schleichwege) in den Nebenstraßen sehr stark gewesen sei

- der Straßenbahnverkehr sei durch abbiegende Kfz in die Neue Schönhauser Straße erheblich behindert worden – Straßenbahnstau!

.
Seitenanfang
.
- einige Gewerbetreibende meinen, es solle weniger beruhigt werden, dann aber für alle Verkehrsteilnehmer, die Parkgebühren seien zu hoch, Restaurantbesuche wären dadurch zu teuer

- insgesamt solle der Versuch komplexer angelegt und der Untersuchungsbereich solle auf jeden Fall wesentlich vergrößert werden

- ein Anwohner befürchtet die Ausweitung der Gastronomieflächen auf den gesamten Gehwegbereich durch eine eventuelle Verkehrsberuhigung, schon jetzt sei die Situation für die Fußgänger auf den Gehwegen oft schwierig

- der Modellversuch habe keine wesentliche Verkehrsberuhigung und Lärmreduzierung gebracht

- einhellige Meinung der anwesenden Anwohner, dass es zu wenig Kontrollen gegeben habe

.
Seitenanfang
.
- es solle nicht nur immer der motorisierte Individualverkehr gegeißelt werden, man solle den Gesamtverkehr betrachten, z.B. den Lieferverkehr usw. – dort müsse zuerst angesetzt werden

- wenn das Ziel des Versuches die Lärmminderung gewesen sei, solle man nicht nur am Individualverkehr ansetzen, sondern auch die vielen Reisebusse und besonders die Straßenbahn betrachten

- die Probleme am Hackeschen Markt seien nicht nur Verkehrs- und Lärmprobleme, sondern vielfältigerer Art: Probleme der Sauberkeit, die vielen, oft die Fußgänger störenden abgestellten Fahrräder, die Vermüllung der Freiflächen (Zuständigkeitsunklarheiten) mehrdimensionale Problematik

- Straßenbahnen sollten generell leiser werden

- die Lieferverkehrszeiten sollten beschränkt werden, ebenso die erlaubten Parkzeiten für diese Fahrzeuge (Umladestation UPS, Pausenparkplatz für Fahrer usw.)

- Bemühungen zur Verkehrsberuhigung seien sinnlos, wenn gleichzeitig neue „Einfallstore“ in das Gebiet geschaffen würden wie z.B. Dirksenstraße

.
Seitenanfang
Zustimmung und Vorschläge zum Modellversuch von dem anwesenden Publikum:
- Parkgebühren seien zu niedrig, weil der Autoverkehr noch zu groß sei

- es solle mehr der ÖPNV benutzt werden

- der gesamte Versuch hätte komplexer angelegt werden sollen, der Untersuchungsbereich hätte viel größer sein müssen

- Parkraumbewirtschaftung wird besonders von den Anwohnern aus der Großen Hamburger Straße und der Gipsstraße positiv bewertet

- man solle die Möglichkeiten zur Schaffung von Quartiersgaragen prüfen

- eine gewisse Verkehrsberuhigung sei durch den Modellversuch eingetreten

- man solle den Mut zu einer Fußgängerzone haben

.
Seitenanfang
.
- Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung wären in den „kleinen Straßen“ wichtiger, dort solle man mehr tun (wie in der Linienstr. und Tucholskystr. geplant)

- Modellversuch dürfe nicht die einzige Verkehrsberuhigungsmaßnahme bleiben; Verkehrsberuhigungsmaßnahmen sollten immer durch entsprechende Umbaumaßnahmen kenntlich und wirksamer gemacht werden

- Straßenräume (Freiflächen) sollten besser genutzt werden, Wochenmarkt auf dem Hackeschen Markt

- konstruktiver Vorschlag von „MARE BE“: Alle Restaurantbesitzer in der Rosenthaler Straße und der Neuen Schönhauser Straße sollten sich zusammensetzen um gemeinsame Anlieferzeiten zu organisieren.

.
Seitenanfang
Stellungnahme M. Heller
   Zum Schluss der Veranstaltung stellt Herr Heller die Stellungnahme der Betroffenenvertretung vor. Diese Stellungnahme ist diesem Protokoll beigefügt.
Abschluß
   Herr Knieper bedankt sich für die engagierte Diskussion und beendet damit die Bürgerversammlung.
Anwesende:
ca. 90 Personen
.
Seitenanfang
.
Start www.bvspv.de
.
Kontakt BV SpV
.
URL dieser Seite: http://www.bvspv.de/veranst020930.html
© & Seitenbau: M. Heller, Berlin
30. Juni 2003
.
Spandauer Vorstadt:

BV SpV:
Kontakt
Adresse:
Stadtplan

Aktuelles: